Chronik

 

40 Jahre Reitturnier

Im Jahr 2014 kann die Reitergruppe Baindt e. V. ein Doppeljubiläum feiern. Zum 40. Mal findet das Baindter Reitturnier statt, zudem kann die Reitergruppe Baindt auf ihr 20-jähriges Bestehen als eingetragener Verein zurückblicken.

Aus Pferdebegeisterung wurden Träume.Träume vom Pferdesport in Baindt, vom Reitturnier in Baindt und dem Wunsch, vor großem Publikum zu reiten.

Diesen Wunsch teilten einige Freunde (Martin Kränkle, Artur Henzler, Hermann Bacher, Wendelin Kaplan, Max Hehl, Josef Haug, Eugen Haug, Adelbert Steinhauser) sodass sie im Jahr 1964 die erste Fuchsjagd in Baindt veranstalteten. Erwin Sonntag, Turnierreiter vom damaligen RVO, dessen Sitz in der Ravensburger Höll war, wo damals eine Reithalle stand aber kein Freigelände war, hatte nicht weit weg vom jetzigen Reitgelände einen Reit- und Springplatz angelegt. Dorthin kamen die Reiter aus Ravensburg, um im Grünen zu trainieren. Auch die Baindter Reiter durften auf dem Platz reiten.

Im Jahr 1968 wurde das Grundstück verkauft und stand als Reitgelände nicht mehr zur Verfügung. Martin Kränkle hatte die Idee, das jetzige Gelände zu pachten um einen Reitplatz anzulegen. Bereits im Winter 1968/1969 wurden die Stangen für den Zaun geschlagen, welcher dann im Frühjahr angelegt wurde. Es wurde dann mit dem Reitbetrieb begonnen. Frau Burgkardt wurde als Reitlehrerin engagiert.

Das erste turnierähnliche Kameradschaftstreffen wurde im Herbst 1968 bei Josef Haug auf seiner Weide abgehalten. Eugen Haug, unser Zimmermann, hatte einige Hindernisse hergestellt. Die erste Veranstaltung auf dem Reitplatz in Baindt war im August 1969. Das Programm war auf den Sonntagnachmittag beschränkt. Es gab ein Jugendspringen, ein Springen für junge Pferde und ein A-Springen. Das Schauprogramm war das Apfelbeissen. Allerdings war es ein sehr verregneter Sonntag.

Im Jahre 1970 wurde eine große Fuchsjagd bei herrlichem Wetter veranstaltet.

1971 wollte man wieder einen „illegalen“ Reitertag veranstalten. Jedoch wollte Frau Burgkart kein „wildes Turnier“. Sie verhandelte mit der Landeskommission, sodass ein Übungsspringen unter turniermäßigen Bedingungen ausgeschrieben werden konnte. Das Programm wurde um ein Stafettenspringen erweitert und fand am 05. September 1971 bei schönstem Wetter statt. Es kamen viele Zuschauer. Das gab Auftrieb und Mut zu mehr Taten.

Von 1971 an war die reitsportliche Veranstaltung Ende August im Veranstaltungskalender der Gemeinde Baindt eingetragen. Der Reitplatz wurde bald vergrößert auf die Maße 40°x°80°m. Bald wollte man ein „richtiges“ Turnier, aber dazu musste man ein eingetragener Verein sein. Das wollte man damals noch nicht und so verhandelte man mit dem RVO und einigte sich darauf, dass die Reitergruppe Baindt das Reitturnier des RVO veranstalten durfte. So wurde der erste offizielle von der LK genehmigte Reitertag für den 24. August 1975 ausgeschrieben. Leider machte einen Strich durch die Rechnung, es regnete in Strömen. Das Turnier musste dann kurzfristig telefonisch abgesagt werden. Das Turnier wurde dann am 28. September 1975 bei herrlichstem Wetter nachgeholt.

Shownummer 1977

Beim Turnier 1976 gab es bereits Dressurprüfungen der Kl. E und A, eine Materialprüfung und erstmals eine Springprüfung Kl. L mit Stechen. Aufgelockert wurde das Programm durch eine anspruchsvolle Schaunummer, einem Pas de Deux, eine zirkusreife Pyramide, eine Jugendabteilung und eine Quadrille.

Beim Turnier im Jahre 1978 wurde erstmals ein Feldgottesdienst abgehalten. Seit dem Jahre 1995 ist das Turnier zweitägig.

Wichtig war es immer, das Turnier vorwiegend für die Nachwuchsförderung und die Jugend auszurichten mit gutem Stil und in familiärer Atmosphäre. Diese Atmosphäre hat das Turnier bis auf den heutigen Tag bei Reitern und Zuschauern beliebt gemacht. Das Turnier ist stets gut besucht und das heimische Publikum bleibt uns sogar trotz manch schlechter Witterung treu und beschränkt sich nicht nur auf Fachpublikum.